Höpfigheim Die Wanderer lassen Möbel schweben

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Sammeln zum Gruppenbild vor den Transportern des Möbelhauses. Foto: Dieter Göhrich

Höpfigheim - Steinheim
Kürzlich stand für die Wanderfreunde Höpfigheim der Besuch im Logistikzentrum des Bietigheimer Einrichtungsspezialisten Hofmeister auf dem Aktionsplan. 32 Wanderfreunde trafen nach einer kurzen Wanderung im Logistikzentrum im Industriegebiet Laiern ein. Nach der Begrüßung durch die Lagerleitung gab es, aufgeteilt in zwei Gruppen, eine fachkundige Führung durch sämtliche Abteilungen des Zentrums.

So erfuhren die Besucher, dass jeden Tag zwischen 65 und 70 Liefertouren für Kunden in der Region Stuttgart, vom Odenwald bis zum Schwarzwald und der Schwäbischen Alb, die Laderampen verlassen. Dabei fahren die ersten mit Neumöbeln beladenen Lastwagen schon um 6.30 Uhr vom Hof, um dem erhöhten Verkaufsaufkommen um Stuttgart aus dem Weg zu gehen.

Die Touren für die Häuser in Bietigheim, Sindelfingen und die Küchenfachmärkte in Heilbronn und Stuttgart werden allesamt von Bietigheim geplant und ausgeliefert. Für die Filiale Möbel Borst in Ehingen/Donau werden die Touren auch in Bietigheim geplant, aber direkt ab Ehingen ausgeliefert.

Da es sich bei den Lieferungen um hochwertige Möbel und Küchen handelt, die überwiegend aufgebaut werden müssen, ist auf jedem Lastwagen ein gelernter Schreiner dabei. Artikel für Kundenabholungen oder die Ausstellungen werden täglich von Bietigheim nach Sindelfingen oder nach Ehingen gefahren.

Um die Waren für die Liefertouren im Haus zu haben, bringen täglich 35 bis 45 Lastwagen von Herstellern Neumöbel, die bereits festen Kundenbestellungen zugeordnet sind. Lagerware und Ware für Kundenabholungen wird im Zentrallager, unweit vom Möbelhaus bevorratet.

Nach einer Kontrolle an der Warenannahme kommen die auf Rollboxen geladenen Möbel erst wieder bei der Auslieferung mit Menschenhand in Berührung. Ein voll-automatisches Hochregallager mit einer Höhe von 40 beziehungsweise 44 Metern und 60 Metern Breite, lagert die Gitterboxen, auf der komplette Polstergarnituren, Schlafzimmern oder Küchen geladen sind, mit sechs Staplerrobotern selbstständig ein und meldet den Lagerort an das EDV System. Unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften, konnten die Wanderfreunde einen Blick in das Hochregallager werfen. Auf 12 000 Stellplätzen werden die Transportboxen in rasantem Tempo auf die freien Plätze eingelagert und bei Bedarf auch gleich für die Auslieferung ausgegeben. Alle Transportboxen aneinander gereiht würde eine Strecke von 8,5 Kilometern ergeben.

Für die Integration in das Landschaftsbild wurde von Hofmeister ein Farbgestalter zur Entwicklung eines Farbkonzeptes beauftragt, damit sich das Gebäude harmonisch in das Umfeld einfügt. Unterhalb des Bauwerks wurde ein System zur Energiegewinnung installiert, mit dem im Sommer die Büros gekühlt und im Winter geheizt werden können.

Der täglich anfallende Müll, der aus Verpackungen und Rücknahmen von Altmöbeln anfällt, ergibt täglich zwischen fünf bis sieben Tonnen. Diese Menge wird im Haus sortenrein sortiert und in sechs stationären Müllpressen komprimiert. Neben der Lagerung sind die Telefonzentrale, die Kundenbetreuung und die Tourenplanung im Logistikzentrum angesiedelt. Für Änderungen und Reparaturen steht eine Schreinerwerkstatt mit vier Schreinern und modernstem Maschinenpark zur Verfügung.

Nach einer kleinen Wanderung zurück zum Möbelhaus fand der interessante Ausflug mit einem gemeinsamen Mittagessen im Hofmeister Restaurant ihren Abschluss.

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