Großbottwar Betriebe punkten mit breitem Angebot

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Neue Schuhe oder eine schicke Tasche? – Hauptsache, alles passt Foto:  

Großbottwar -

Sechs Jahre hat es gedauert, bis sich zahlreiche Großbottwarer Betriebe wieder in einer gemeinsamen Leistungsschau auf dem Schulgelände präsentiert haben. „Wir brauchen den zeitlichen Abstand, weil sonst das Interesse der Besucher nicht mehr so groß ist“, sagte Thomas Titze, der Vorsitzende des Bundes der Selbstständigen (BDS), der die Schau organisiert hat. Ein Arbeitskreis von etwa zehn Personen hat sich dazu seit einem Jahr regelmäßig mindestens einmal monatlich getroffen, um dem Publikum zum einen die Leistungsfähigkeit von Handwerkern, Händlern und Dienstleistern unter Beweis stellen, zum anderen aber auch zahlreiche Attraktionen bieten zu können, die den Messebesuch abwechslungsreich gestaltet haben. Die Mühe hat sich gelohnt.

Auf die Kleinen warteten Attraktionen wie eine Hüpfburg, Kinderschminken oder Basteln, für die Großen gab es jede Menge Prospekte und kleine Werbegeschenke von der roten Rose bis zur Duschbadprobe oder auch eine preisgünstige Schnuppermassage, die die vom schweren Tragen verkrampften Schultern wieder lockerte. Vor allem aber bekamen die Besucher eine ausführliche Beratung an den Ständen, egal, ob es um baulichen Sonnenschutz, passendes Schuhwerk, gutes Sehen oder die richtige Hautpflege ging. Dafür war vor allem am traditionell eher ruhigeren frühen Samstagmittag genügend Zeit, wo bei vielen erst noch Einkäufe oder Putzen auf dem Tagesprogramm stehen. Am Nachmittag wurde es dann trotz der heißen Temperaturen deutlich voller, und am Sonntag brummte es regelrecht. Ergänzt wurde das Angebot durch mehrere Vorträge aus den unterschiedlichsten Themenbereichen. Und etliche Aussteller hatten auch dafür gesorgt, dass niemand hungern oder dursten musste.

Bei der offiziellen Eröffnung mit Gästen aus der Politik wie dem Landtagsabgeordneten Fabian Gramling und Kreisrat Manfred Hollenbach sowie aus den Handels- und Gewerbevereinen umliegender Gemeinden hatte Titze befürchtet, das Wetter sei für die Leistungsschau etwas zu warm: „Da entscheiden sich viele wohl eher für Grillen und Freibad.“ Doch das Angebot lockte trotzdem – schließlich gibt es die Schau nur alle sechs Jahre, Grillen und Freibad dagegen mehrmals im Sommer.

„Ich bin schon ein bisschen stolz darauf, was wir alles in Großbottwar zu bieten haben“, betonte Bürgermeister Ralf Zimmermann. Man müsse aber das Angebot auch nutzen, damit das Geld im Ort bleibe. Die Leistungsschau biete eine gute Chance, wahrgenommen zu werden. Denn in Großbottwar gebe es jedes Jahr um die 500 Neubürger, was bedeute, dass in fünf Jahren „2500 neue Gesichter“ im Ort seien, die die örtlichen Unternehmen vielleicht noch gar nicht alle kennen würden.

Mit 42 Ausstellern waren etwa 20 Unternehmen weniger vertreten als 2012. Das allerdings war kein Zeichen von Notstand, sondern der guten Konjunktur: „Die Auslastung im Handwerk ist derzeit so hoch, da packen viele nicht auch noch eine Messe“, hat Thomas Titze festgestellt, der zusammen mit dem von ihm gelobten „Super-Team“ bereits zum fünften Mal die Leistungsschau verantwortlich organisiert hat. „Wie viele wird’s noch geben?“ wollte Moderatorin Karin Götz von ihm wissen. „Keine mehr!“, entgegnete Titze – aber keine Angst, diese Aussage gilt nur für ihn selber, nicht für die Leistungsschau an sich.

Seit 35 Jahren gibt es die Veranstaltung, und genauso lang ist auch Fritz Häfner schon mit dabei. Der Zimmermeister und damalige Zweite Vorsitzende des BDS hat sie gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Erich Makowski ins Leben gerufen. „Die Resonanz damals war überraschend gut, deshalb haben wir gesagt: Das muss man wieder machen“, erinnert er sich.

Damit die guten Ideen für Großbottwar auch in Zukunft nicht ausgehen, sammelte der Verein Miteinander Attraktives Großbottwar (MAG) Vorschläge der Messebesucher, was man in der Storchenstadt noch verbessern kann. Unter allen Teilnehmern wurden attraktive Preise verlost wie eine Segway-Tour, eine Wein-Ver-Führung oder ein Event-Paket rund um den historischen Markt. „Die Gewinner dürfen sich aussuchen, was sie davon haben möchten“, betonte Monika Bakele-Roß.

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