Freiberg/Fußball SGV gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

Von
Zu früh gefreut: Hier bejubeln die Freiberg noch ihre 1:0-Führung. Foto: Avanti

Freiberg -

Den Start in der Fußball-Oberliga hat sich Aufsteiger SGV Freiberg anders vorgestellt. Am ersten Spieltag der neuen Saison kassierte die Mannschaft von Trainer Ramon Gehrmann am Samstagmittag eine 2:3-Niederlage gegen das U23-Team des SV Sandhausen. Dabei waren die Blau-Weißen sehr gut gestartet.

Bereits nach sieben Minuten führte der SGV mit 2:0. Niklas Pollex hatte in der vierten Minute das Zuspiel von Hakan Kutlu aus 14 Metern zum 1:0 verwertet. Drei Minuten später stand Marcel Sökler bei der Hereingabe von links goldrichtig und musste aus kurzer Distanz nur noch zum 2:0 einschieben. Die Partie schien zu diesem frühen Zeitpunkt entschieden. Zumal der SGV weiter nach vorne drängte. Einzig über die Höhe des Sieges wurde auf den Zuschauerrängen noch spekuliert. Tatsächlich scheiterten Clemens Schlimgen, Marcel Sökler und Hakan Kutlu denkbar knapp. Kutlus Pfostentreffer in der 36. Minute sollte jedoch die letzte große Chance des SGV bleiben.

Im direkten Gegenzug kam der SV Sandhausen mit seinem ersten Torschuss zum 2:1- Anschlusstreffer. Lotfi Graidias Schuss wurde noch unglücklich von Marco Pischorn abgelenkt und war so für SV-Keeper Thomas Bromma nicht mehr zu halten. Die Gastgeber wirkten nach dem Gegentor verunsichert, sie fanden nicht mehr zu ihrem alten Spiel zurück. Nach dem Seitenwechsel agierte dann fast nur noch der SV Sandhausen II. Besonders Leander Vochatzer tauchte wiederholt gefährlich vor dem Freiberger Tor auf. Zunächst verhinderte Bromma aber noch den Ausgleich. In der 57. Minute musste der SGV-Keeper dann aber doch hinter sich greifen.

Leander Vochatzer hatte ihn in dieser Situation im wahrsten Sinn des Wortes auf dem falschen Fuß erwischt und den Ball zum 2:2 im linken Toreck versenkt. Doch dem nicht genug: Nur 60 Sekunden später gingen die Gäste durch einen Kopfballtreffer von Jan Dahlke dann sogar mit 3:2 in Führung. Bitter für Sandhausen, dass sich der Torschütze bei der Aktion verletzte und ausgewechselt werden musste. Die Freiberger agierten derweil lange zu harmlos. In der 77. Minute sah Sandhausens Kapitän Demarveay Sheron die rote Karte, nachdem er den Schiedsrichterassistenten beleidigt hatte. Doch auch in Überzahl vermochten es die Freiberger nicht, wenigstens noch einen Punkt in dieser Partie zu retten. Zwar brachten sie nun wieder einige Schüsse aufs gegnerische Tor. Sandhausens Keeper Dominik Machmeier hatte jedoch keine Mühe, zu parieren. So blieb es beim 2:3 aus Sicht der Hausherren.

„Knackpunkt des Spiels waren die 15 Minuten nach der Pause. Wir haben unsere Lethargie zu spät überwunden“, meinte ein enttäuschter Ramon Gehrmann. „Für uns gilt es jetzt, nach vorne zu schauen. Auf der Leistung der ersten Halbzeit können wir aufbauen“, so der Freiberger Trainer. SGV Freiberg:
Bromma – Gentner, Fausel, Pischorn – Schlimgen, Kienast (70. Latifovic), Kröner, Zagaria (51. Schimmel) – Sökler (55. Öztürk), Kutlu, Pollex (51. Nagel).

Artikel bewerten
0
loading