Freiberg/Fußball Der Aufstiegs-Zug ist wohl abgefahren

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David Müller spielt künftig für den SGV Freiberg. Foto: Archiv (Baumann)

Freiberg - Zwei Spiele hat Fußball-Oberligist SGV Freiberg in dieser Saison noch zu absolvieren. Doch die durch die peinliche 1:6-Klatsche in Bissingen ohnehin stark geschrumpften Chancen auf Platz zwei und damit die Aufstiegsrelegation scheinen sich bereits endgültig verflüchtigt zu haben. Denn der Tabellenzweite FC 08 Villingen absolvierte sein Auswärtsspiel bei der Neckarsulmer Sport-Union bereits am Mittwochabend und gewann mit 1:0. Damit liegen die Villinger jetzt fünf Punkte vor dem SGV, die Freiberger können noch maximal sechs Zähler holen – und der FC 08 spielt am letzten Spieltag zu Hause gegen Schlusslicht TSG Weinheim. Da die Freiberger auch beim Torverhältnis deutlich schlechter sind, müsste Villingen also verlieren, was höchst unwahrscheinlich ist.

„Der Zug ist abgefahren“, macht sich SGV-Trainer Ramon Gehrmann keine Illusionen. „Aber sollte Villingen das letzte Spiel wider Erwarten doch verlieren, würden wir uns maßlos ärgern, wenn wir die letzten beiden Spiele nicht gewinnen. Außerdem hatten wir uns zur Winterpause vorgenommen, bestes Rückrundenteam zu werden. Dieses Ziel können wir noch erreichen.“ Beim noch abstiegsbedrohten SV Spielberg erwartet die Freiberger am Samstag (15.30 Uhr) aber keine leichte Aufgabe. „Sie haben zuletzt drei Siege in Folge geholt. In der Mannschaft sind viele gute Individualisten, von denen viele Tore schießen können. Das macht sie sehr unberechenbar“, warnt der SGV-Trainer, der neben den Langzeitverletzten auch auf Marcel Sökler und Denis Zagaria verzichten muss.

Unterdessen plant der SGV Freiberg aber auch schon für die neue Saison und hat die erste Neuverpflichtung unter Dach und Fach gebracht. Mittelfeldspieler David Müller wechselt vom künftigen Ligakonkurrenten Stuttgarter Kickers an den Wasen. Mit dem 26-Jährigen kommt „ein Leistungsträger und Wunschspieler von Trainer Ramon Gehrmann“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. David Müller hat insgesamt 170 Spiele in der Regionalliga für Schalke 04, den SV Rödingshausen und die Kickers bestritten. Ausgebildet wurde er in der Jugend der Stuttgarter Kickers und des VfB Stuttgart, für den er auch fünf Spiele in der 3. Liga absolviert hat. In der VfB-Jugend spielte Müller auch ein Jahr unter Ramon Gehrmann. „Er ist sehr ballsicher, zweikampfstark und ein absoluter Teamplayer“, sagt der Coach über Müller. „Ich habe ihn immer wieder gefragt, wann er sein Profidasein beenden und studieren wird. Das ist jetzt der Fall und ich bin sehr froh, dass er zu uns kommt.“ Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2020 mit einer beidseitigen Option für ein drittes Jahr.

Der Abschluss mit einem weiteren Spieler für die Zentrale steht laut Gehrmann kurz bevor. „Ansonsten suchen wir noch dringend einen rechten und einen Innenverteidiger. Und durch die langen Verletzungen von Mert Öztürk und Niklas Pollex haben wir auch auf den Flügeln noch Bedarf“, erklärt der Coach.

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