Erdmannhausen Gemeinde schafft Wohnraum

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Foto: Symbolbild (dpa)

Erdmannhausen - In der Piemontester Straße in Erdmannhausen tut sich bald was. Nachdem die Gemeinde bereits im vergangenen Jahr das Grundstück samt Wohngebäude mit der Hausnummer 25 gekauft hat, werden nun die Planungen konkreter. Klar ist schon eine Weile, dass der dortige Schuppen und das Nebengebäude abgerissen werden. Das Hauptgebäude bleibt stehen und bekommt Gesellschaft: Vor der Sommerpause hatte der beauftragte Architekt Peter Ludwig vorgestellt, wie ein Neubau im rückwärtigen Bereich des Grundstücks aussehen könnte (wir berichteten). Der CDU-Rat Werner Unger schlug damals vor, auch das Dachgeschoss nicht ungenutzt zu lassen. In der überarbeiteten Planung, die Peter Ludwig in der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Technischen Ausschusses am Donnerstag vorstellte, ist nun eine Wohnung im obersten Stockwerk vorgesehen. Hinzu kommen jeweils zwei Wohnungen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss, wie bereits ursprünglich geplant – wenngleich diese nun geringfügig kleiner ausfallen, da der Grenzabstand zum Nachbargebäude noch passen muss. Die Wohnungsgrößen sind insgesamt bewusst relativ klein gehalten, sodass sie sich auch Menschen mit geringerem Einkommen leisten können.

Als Asylbewerber-Unterkunft möchte die Gemeinde Erdmannhausen das Gebäude nicht umfunktionieren. Das liegt zum einen daran, dass das von der Konzeption her schwierig sei, wie Peter Ludwig erläuterte. Zum anderen sei es momentan von den Zahlen her schlicht nicht notwendig, so die Bürgermeisterin Birgit Hannemann in der Sitzung. Notwendig hingegen „ist es meiner Meinung nach, dass wir auch anderweitig bezahlbaren Wohnraum schaffen, denn irgendwann finden Leute mit schmalem, aber auch mit nur normalem Geldbeutel gar nichts mehr“. Das Bestandsgebäude in der Piemonteser Straße 25 soll auf lange Sicht umgebaut und modernisiert werden. Vorerst könnte es aber auch als Flüchtlingsunterkunft für die Anschlussunterbringung genutzt werden – zumindest so lange, bis der Neubau im rückwärtigen Bereich steht. „Das kann man im jetzigen Bestand ohne viel Aufwand machen“, erläuterte der Architekt und räumte ein: „Wenn man groß umbauen müsste, würde es keinen Sinn ergeben.“

Der Hauptamtsleiter Günter Sommer könnte sich vorstellen, dass etwa sieben Asylbewerber in der Piemonteser Straße 25 einziehen könnten: „in ein Gebäude, das vorerst leer steht. Diese Chance sollten wir nutzen.“

Allerdings müsste man bei alldem auch die Dauer der Ortskernsanierung im Blick behalten. Diese läuft nämlich voraussichtlich bis Ende 2022 – und nur so lange können Gemeinde und Privatpersonen auch Fördermittel vom Land Baden-Württemberg bekommen, wenn sie im Sanierungsgebiet tätig werden.

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