Erdmannhausen Der Rechnungsabschluss lässt die Herzen höherschlagen

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Der Blick in den Geldbeutel fällt bei der Gemeinde positiv aus. Foto: dpa

Erdmannhausen - Generell sei 2016 ein gutes Jahr gewesen, meinte die Bürgermeisterin Birgit Hannemann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats – sicher auch mit Blick auf die gelungenen Jubiläumsfeierlichkeiten im Ort. Umso schöner: Dass es ein gutes Jahr war, schlägt sich aber auch im Haushalt nieder. „Wir haben gute Zahlen dabei“, sagte die Rathaus-Chefin zum Rechnungsabschluss, den der Kämmerer Eberhard Immel vorstellte.

„Erfreulich gute Zahlen“, wie dieser ergänzte. Allein die Zuführungsrate lässt mit 1,39 Millionen Euro – geplant waren knapp 900 000 Euro – das Kämmererherz ein Stück höherschlagen.

Die größten Einzelposten, die zu dieser Verbesserung geführt haben, waren die Gewebesteuer mit 1,03 Millionen Euro (Haushaltsansatz 875­ 000 Euro) sowie die Schlüsselzuweisungen mit 1,94 Millionen Euro (Haushaltsansatz 1,79 Millionen). Überhaupt die Gewerbesteuer. Diese habe sich mittlerweile auf einem guten Niveau eingependelt, so Immel. „Trotz der Hochfinanz um uns herum.“ Der Kämmerer rechnet für das Jahr 2017 gar mit 1,4 Millionen Euro Gewerbesteuer. „Das wäre ein Rekordergebnis.“

Verschiedene Schaubilder und Diagramme, erstellt von der Auszubildenden im Rathaus, haben die Zahlen dieses Mal besonders deutlich gemacht. So wurden Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde praktisch greifbar, ebenso wie die Personalausgaben, von denen knapp 50 Prozent im Bereich Kinderbetreuung ihren Ursprung haben.

Die Schaubilder und die Zahlen haben den Gemeinderäten insofern zugesagt, als dass sie dem Rechnungsabschluss 2016 einstimmig ihr Okay gaben. Franz Pilhartz (Freie Wähler) fand die Diagramme sogar so gut, dass er vorschlug, dieses „Wer von ganz Erdmannhausen“ als Ausstellung im Rathaus zu zeigen. Der Kämmerer kann diesem Vorschlag durchaus auch einiges abgewinnen. „Das eine oder andere Diagramm könnten wir schon aufhängen.“ Eberhard Immel gab bei all der Freude und den guten Zahlen aber auch zu bedenken, dass „wir das Geld schon brauchen – wenn ich da nur an den Neubau des Kindergartens denke“.

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