Erdmannhausen Der Kleeblatt-Anbau ist ein Stückchen weiter

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Das Kleeblatt Erdmannhausen wächst. Foto: Archiv (Sandra Brock)

Erdmannhausen - Der geplante Anbau an das Erdmannhäuser Kleeblatt-Heim ist seit Donnerstag fast zwei Schritte weiter: Einstimmig hat der Verwaltungs- und Technische Ausschuss dem Bauantrag zugestimmt. Und ebenso einstimmig votierte das Gremium für die nötige Änderung des Bebauungsplans – hier hat jedoch der Gemeinderat in seiner Sitzung in knapp zwei Wochen das letzte Wort.

Nötig wird der Anbau wegen der neuen Landesheimbauverordnung. Die besagt, dass Altenheim-Bewohner von September 2019 an nur noch in Einzelzimmern betreut werden dürfen. Da die meisten Einrichtungen früher auf Doppelbelegungen ausgerichtet waren, muss nachjustiert werden – auch beim Kleeblatt in Erdmannhausen. Dort soll ein Anbau errichtet werden, um die im Bestand wegfallenden Kapazitäten kompensieren zu können. Dieser beinhaltet neun Pflegezimmer, womit dann genau ein Platz mehr als beim bisherigen Angebot zur Verfügung steht. Hinzu kommen 14 Senioren-Eigentumswohnungen, die von der Bietigheimer Wohnbau vermarktet werden.

Die Stimmung im Gremium bezüglich des Kleeblatt-Anbaus war im Ausschuss durchweg positiv. „Wir finden, das ist eine schöne Planung, der Anbau fügt sich gut ein“, meinte Hauptamtsleiter Günter Sommer. Froh ist Hans-Georg Götz (SPD) darüber, „dass wir das Grundstück neben dem Kleeblatt freigehalten haben, sodass dort jetzt der Anbau realisiert werden kann“.

Stefan Ebert, Geschäftsführer der Kleeblatt gGmbH, ist ebenfalls froh, dass jetzt alles „soweit in trockenen Tüchern“ ist – zumindest, was die Planung für den Anbau angeht. „Jetzt brauchen wir noch die Baugenehmigung vom Landratsamt und im Frühjahr oder Sommer 2019 sollten dann die Ausschreibungsergebnisse vorliegen“, so hofft er. Wann genau Spatenstich ist, „da will ich mich noch nicht festlegen“. 2019 soll es auf jeden Fall sein, betont Stefan Ebert. Aber man müsse eben erst einmal sehen, „wie die Baufirmen zeitlich zur Verfügung stehen, denn das ist momentan unheimlich schwierig.“

Der Kleeblatt-Geschäftsführer rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Dass damit die Frist der Landesheimbauverordnung überschritten ist, sei nicht allzu tragisch. Ebert: „Wir sind mit der Heimaufsicht so verblieben, dass das in Ordnung ist, da wir mit dem Anbau ja dann schon losgelegt haben.“

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