Erdmannhausen Avocado-Grün hat am Ende die Nase vorn

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Die Tage der alten Turnhalle sind vermutlich bald gezählt. Foto: Archiv (Sandra Brock)

Erdmannhausen - Der Bau der Schulturnhalle könnte eigentlich beginnen, die Weichen sind inzwischen gestellt. Es wird aber doch mindestens Herbst, bis der Spatenstich erfolgen wird. Das liegt daran, dass die Gemeinde noch keine Zusage über Zuschüsse hat. "Sobald die Entscheidung im April oder Mai gefallen ist, können wir mit den Ausschreibungen loslegen. Die Vergabe der Rohbauarbeiten könnte dann im Juli erfolgen", erklärt die Bürgermeisterin Birgit Hannemann.

Der Gemeinderat hat am Donnerstag die im Ausschuss schon vorberatenen Planungen (wir berichteten) beschlossen. Einigkeit herrschte bei dem Grundsatzbeschluss für die Fotovoltaikanlage, die geschlossene Ausführung des Trennvorhangs, die Ausstattung mit Sportgeräten, die Planänderung für zwei getrennte Umkleiden mit Duschen auf der Hallenebene und die Gestaltung der Böden im Umkleidebereich.

Spannend war die Diskussion um die Farbgebung. Jochen Wilfert vom Planungsbüro betonte, dass man eher „neutrale Farben“ wie Grau und Weiß bevorzuge, aber mit einer Leitfarbe Akzente setzen wolle. Hier gebe es eine „eingeschränkte Palette“ von rund zehn Farbtönen, mit denen man den Hallenboden und einzelne Elemente wie Türen, Wandflächen oder Fliesen gestalten könne. „Das ist ruhig und unaufgeregt, wenn man mit nur einer Farbe arbeitet.“

Er sei aber nicht auf eine bestimmte Farbe festgelegt, so der Planer, und wolle auch nicht an der Wirkung einzelner Tönungen „heruminterpretieren“. „Wichtig ist, dass es stimmig ist. Einen Konsens gibt es eh nicht“, stellte Jochen Wilfert fest.

So waren die Meinungen auch zwischen frischen Grün und sonnigem Gelb gespalten. Die SPD-Fraktion bevorzugt Gelb, die Grünen ihrer politischen Couleur entsprechend das auch von Bürgermeisterin Birgit Hannemann favorisierte Avocado-Grün. Die Freien Wähler schwankten zwischen beiden Varianten. Schließlich stimmte der Gemeinderat mit neun zu fünf Stimmen mehrheitlich für Grün.

Eindeutiger war die Entscheidung beim Geländer auf der Tribüne. Die 10 000 Euro mehr kostende Glas-Variante fand eine klare Mehrheit. Bürgermeisterin Birgit Hannemann stimmte mit Kerstin Falkner-Tränkle gegen das Glas, weil es pflegeintensiver ist. Die Mehrkosten könne man wieder einsparen, so Planer Wilfert. Beispielsweise werde noch geprüft, ob neue Recks gekauft werden müssen oder die vorhandenen weiterverwendet werden können.

Von den Gesamtkosten von 4,2 Millionen Euro wird im Haushaltsjahr 2018 eine Million Euro finanziert.

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