Berlin - Wenn sich ein junger Muslim plötzlich für radikale Ideen begeistert, gibt es für die betroffene Familie nicht immer Hilfe aus der eigenen Religionsgemeinschaft. "Wir erleben leider oft, dass sich Imame und muslimische Sozialarbeiter abwenden, wenn sich andeutet, dass sich in einer Familie in ihrem weiteren Umfeld ein junger Mensch radikalisiert", sagte die Extremismusforscherin Michaela Köttig der dpa. Grund sei meist die Angst, womöglich ebenfalls unter Extremismusverdacht zu geraten.