Bottwartal/Handball Auftakterfolg der SG-Frauen ist nie gefährdet

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Zehn Tore und bombensicher vom Punkt: Anna Asmuth. Foto: Archiv (avanti)

Bottwartal - Unsere Chancenverwertung kann noch besser werden. Wir spielen es eigentlich sehr gut, belohnen uns dann aber zu oft nicht“, fand Trainer Michael Stettner nach dem ersten Spiel der Württembergliga-Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal. Doch der Coach gab gleich zu, dass „wir hier auf sehr hohem Niveau jammern“. Schließlich hatte sein Team gerade mit 34:15 (16:6) beim TSV Nordheim gewonnen.

Dass der Sieg für den hohen Ligafavoriten so klar ausfiel, war sicherlich auch dem personellen Aderlass der Nordheimerinnen vor der Saison geschuldet. „Sie haben da richtig Qualität und einige tragende Säulen ihres Spiels verloren und versuchen nun, dass mit jungen Spielerinnen zu kompensieren. Da ist es klar, dass sie nicht mehr so stark sind wie vergangene Saison“, analysierte Stettner. Insbesondere im Angriff tat sich der TSV extrem schwer. „Wir haben wirklich sehr gut verteidigt. Nordheim war bestimmt 15 Mal im Zeitspiel. Wir wussten, dass sie aus dem Rückraum nicht die große Durchschlagskraft haben. Daher sind wir etwas defensiver gestanden. Dagegen haben sie kaum ein Mittel gefunden. Die Schiedsrichter hatten gefühlt bei jedem zweiten Nordheimer Angriff den Arm oben.“ Nur sechs Gegentore zur Pause unterstreichen diese Aussage.

Mittlerweile trafen die SG-Frauen auch im Angriff besser und zogen daher mehr und mehr davon. Aus dem 16:6 zur Halbzeitpause wurde bis zur 48. Minute ein 25:10. Dabei traf jede Feldspielerin der SG Schozach-Bottwartal mindestens einmal ins Schwarze. Erfolgreichste Schützin war einmal mehr Rechtsaußen Anna Asmuth. Die Linkshänderin traf fünfmal aus dem Spiel heraus und hatte zudem vom Siebenmeterpunkt mit ebenfalls fünf Toren bei fünf Versuchen eine makellose Quote. Sechs Treffer, zwei davon per Strafwurf, erzielte Neuzugang Alisa Berger in ihrem ersten Punktspiel für die Bottwartälerinnen.

„Insgesamt war es ein nie gefährdeter Sieg“, urteilte Michael Stettner, der sich auch sehr zufrieden damit zeigte, „dass die Mädels 60 Minuten Gas gegeben und das Ganze voll durchgezogen haben. Das ist gar nicht so einfach, wenn man schon zur Pause mit zehn Toren vorne liegt.“ Nächsten Samstag empfangen die SG-Frauen dann die Spvgg Mössingen zum ersten Heimspiel der Saison.

SG Schozach-Bottwartal:
Szota, Kraft, Antl – Bieser (1), Berger (6/2), Guyomard (4), T. Müller (3), Kreh (1), Brunn (2), S. Müller (1), Klenk (3), Spieth (3), Asmuth (10/5).

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