Benningen/Fußball Und wöchentlich grüßt die Ladehemmung

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David Heim hat den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 erzielt. Foto: Archiv (avanti)

Benningen - Ulli Stiegler fehlten zunächst die Worte. Der Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten TSV 1899 Benningen war nach dem 2:2 (0:1) im Kellerduell bei Schlusslicht TSV Grünbühl bedient. „Wer unsere Spiele nicht sieht und nur liest, dass ich Woche für Woche davon rede, dass wir gut spielen, aber unsere Chancen nicht nutzen, der muss mich doch für bekloppt halten“, sagte der Coach. Doch wer die Partie in Grünbühl gesehen hatte, der musste Stiegler zustimmen: Ein 7:3 für Benningen wäre locker möglich gewesen, doch erneut herrschte in der Offensive meist Ladehemmung.

Die erste Riesenchance vergab Steffen Widmaier in der 24. Minute, als er bei einem an David Heim verschuldeten Foulelfmeter am Grünbühler Keeper scheiterte. In der 36. Minute krachte ein Benninger Kopfball nur an die Latte, fast im Gegenzug bekamen die Platzherren dann einen Freistoß zugesprochen. Und der landete aus rund 30 Metern im Benninger Tor, wobei Schlussmann Jonas Gröppner keine besonders glückliche Figur machte. Somit ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.

In der zweiten Halbzeit spielten die Benninger den Gegner über weite Strecken an die Wand. Doch in der 54. Minute vergab Patrick Flamm die nächste Großchance, als er frei aufs Tor zulief, aber am Keeper scheiterte. Ein wunderschöner Konter über Flamm und Justin Hill führte dann in der 63. Minute zum verdienten Ausgleich durch David Heim. Der hätte vier Minuten später fast nachgelegt, traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Nur Sekunden später kam Hill frei zum Schuss, traf aber den Grünbühler Kasten nicht, ebenso wie Marco Djurdjevic zwei weitere Minuten danach. Statt einer zu diesem Zeitpunkt verdienten Benninger Führung trafen die Gastgeber in der 79. Minute wie aus dem Nichts zum 2:1. Nach einer Flanke war ein Grünbühler zwischen den Verteidigern völlig frei und traf per Kopf.

Doch die Benninger gaben nicht auf und schafften in der 87. Minute den erneuten Ausgleich. Marco Djurdjevic zog von rechts in Richtung Strafraum, steckte den Ball auf Patrick Flamm durch, und der erzielte das 2:2. Und in der 89. und 90. Minute hatte der eingewechselte Bekir Demircan gleich zweimal die Riesenchance, den Gästen den Dreier zu sichern. Doch einmal schoss er den gegnerischen Schlussmann ab, einmal ging der Ball daneben. Und so wäre die Partie um ein Haar noch verloren gegangen, als Grünbühl in der 95. Minute nach einem Foul von Steffen Widmaier, der zu allem Überfluss wegen Meckerns auch noch Gelb-Rot sah, einen Elfmeter bekam. Doch diesmal war Jonas Gröppner zur Stelle und hielt immerhin den einen Punkt fest. Der hilft den Benningern bei weiterhin sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und nur noch vier Spielen nicht wirklich weiter.

TSV 1899 Benningen:
Gröppner – Ferrara (46. Moser), Schnalke, Lauer, Kaynar – D. Heim, Hengstberger (79. Demircan), Widmaier, Kolder (69. Djurdjevic) – Hill, Flamm.

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