Benningen/Fußball Im Kellerduell wäre ein Punkt zu wenig

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Ob der erkrankte Marvin Heim (links) spielen kann, ist noch ungewiss. Foto: Archiv (avanti)

Benningen - Bereits am Samstag um 14.30 Uhr wartet der TSV 1899 Benningen zum Finale der Hinrunde in der Fußball-Bezirksliga zuhause auf den Zwölften TSV Flacht. Rein der Statistik wegen ein Vorteil für die Hausherren – denn die Benninger erspielten auf eigenem Platz bislang neun der insgesamt zehn Punkte, die Gäste aus Flacht hingegen haben nur zwei Siege in der Fremde auf der Habenseite. „Mir ist es egal, ob wir daheim oder auswärts spielen“, trotzt Trainer Ulli Stiegler den Zahlen. „So viele Auswärtsspiele hatte ich mit der Mannschaft noch nicht.“ Vor allem aber bezog sich der Trainer auf das Spiel vergangene Woche beim Spitzenreiter SV Germania Bietigheim (1:2), denn die Benninger konnten in der zweiten Halbzeit mit dem Ligaprimus durchaus mithalten und etwa 20 Minuten gar am Ausgleich schnuppern. „Wir haben bewiesen, dass wir nicht schlechter sind als die anderen.“ Genau das können die Benninger bereits morgen schon unter Beweis stellen.

Denn im Kellerduell gegen die Flachter wird es ein „ganz anderes und schwierigeres Spiel“. Der kommende Gegner steht ebenfalls unten drin und wird ein anderes Spielkonzept an den Tag legen, als es der Tabellenerste vergangene Woche tat. „Der TSV Flacht wird mit gutem Zweikampfverhalten versuchen, Punkte zu machen“, ist sich Stiegler sicher. „Deshalb müssen wir mit Herz und Leidenschaft im Spiel sein. Dann haben wir auch alle Möglichkeiten.“ Und genau das wird auch nötig sein, um den Abstand auf die Nichtabstiegsränge nicht zu groß werden zu lassen. Denn Flacht steht mit bereits 16 Punkten, also sechs Zählern mehr als die Benninger, auf Platz zwölf. „Wir müssen gewinnen“, weiß Stiegler. „Da langt auch kein Punkt. Ich muss der Mannschaft diesen Druck nicht wegnehmen, wir brauchen die drei Zähler.“ Denn eine Differenz von möglichen neun Punkten auf den ersten Nichtabstiegsplatz wäre kurz vor der Winterpause bereits eine ordentliche Hürde.

In Sachen Personal hat sich der Trainer noch nicht festgelegt, auch weil hinter Abwehrmann Marvin Heim (grippaler Infekt) ein Fragezeichen steht. „Falls er nicht spielen kann, werden wir eine Lösung finden“, fügt Stiegler an. „Aber ich kann jeden bringen, da habe ich keine Bedenken.“ Nicht viel weniger sollte auch die Offensive gut durchdacht sein, der TSV Flacht kann mit lediglich 27 Gegentoren bislang auch mit Teams aus den oberen Tabellenregionen mithalten. „Da könnte eine frühe Führung durchaus mal helfen“, hofft der Benninger. „Das wäre gut für das Selbstvertrauen.“ Jedoch müsse die Mannschaft insgesamt noch ein wenig cleverer agieren und das „eine oder andere taktische Foul in der Defensive machen“, so Stiegler weiter. „Da sind wir einfach noch zu unerfahren. Aber wir können zufrieden sein. Eigentlich fehlen nur noch die nötigen Punkte.“

Denn auf dem Platz stelle sich das Team weitaus besser an, als es sich vermuten ließe. „Es wird zwar ein Spiel auf Augenhöhe und die Mannschaft mit mehr Leidenschaft wird gewinnen, aber genau das können wir. Das Ziel ist ein Sieg“, gibt Stiegler deutlich die Marschroute vor. Die Punkte gegen die unteren Mannschaften sind eben die wichtigsten – auch weil kommende Woche zum Rückrundenauftakt das große Derby gegen den FC Marbach ansteht.

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