Benningen/Fußball Ein Spiel mit komplett offenem Visier

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Umkämpfte Partie: Björn Rewitzer (links) Foto: avanti

Benningen - Ein Spiel mit offenem Visier und „fast ohne Mittelfeld“, wie Rainer Schreiber, der Trainer von Fußball-A-Ligist TSV 1899 Benningen, meinte, sahen die Zuschauer am Sonntagmittag bei strahlendem Sonnenschein zwischen dem heimischen TSV und den Gästen vom AKV Ludwigsburg. Am Ende trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit einem 2:2-Unentschieden, wobei Rainer Schreiber mit den zwei verlorenen Punkten trotzdem etwas haderte. „In der Halbzeit wäre ich mit dem 2:2 zufrieden gewesen. Nach dem Spiel tu ich mich aufgrund der Schlussphase etwas schwerer damit. Denn in den letzten zehn Minuten hatten wir noch einige gute Chancen und hätten das Spiel für uns entscheiden können“, sagte er.

Vor allem der riesigen Möglichkeit von Marco Djurdjevic in der 87. Minute trauerte er nach. Nach einem Lupfer über die Ludwigsburger Abwehr stand Djurdjevic eigentlich goldrichtig, doch dann schloss der Benninger Stürmer zu hastig ab. „Das war wirklich ärgerlich, denn Marco war für mich der Spieler des Tages. Er ist so viel gelaufen und hat es dann in dieser Situation verpasst, sich für seinen Einsatz zu belohnen“, meinte sein Trainer, der jedoch seiner ganzen Mannschaft ein Kompliment aussprach. „Die Jungs haben heute wirklich alle gut gespielt – und vor allem haben sie sich nach zwei Rückständen zweimal wieder zurückgekämpft“, so Schreiber.

Der erste Rückstand, also das 0:1, fiel früh. Einem Stellungsfehler in der Abwehr folgte ein Querpass eines Ludwigsburgers zu Feriz Meha, der den Ball schließlich aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken musste (9.). „In dieser Phase hatten wir nicht genügend Ordnung. Wir waren zu offen in der Viererkette“, resümierte der Benninger Trainer später. Sein Team bekam das mit zunehmender Spieldauer aber immer besser in den Griff, sodass sich eine Partie auf Augenhöhe und ohne Rumgeplänkel entwickelte. Einziges Problem in der ersten Halbzeit: Der letzte Ball war nicht gut genug. „Nach der Pause haben wir deshalb taktisch etwas umgestellt“, meinte Rainer Schreiber. Hieß: Man stellte die Ludwigsburger mehr zu, was fruchtete und dem Gast weniger Platz zum Entfalten ließ. Belohnt wurde man mit dem 1:1-Ausgleich (50.). Nico Ferrara traf mit einem Schuss aus rund 25 Metern. Bitter: Keine drei Minuten später markierten die Gäste die erneute Führung. „Da haben wir uns in der Abwehr wieder nicht gut angestellt“, so der Coach, der froh war, dass sein Team aber erneut drückte und keine vier Minuten nach dem wiederholten Rückschlag erneut ausglich. Diesmal war es Dennis Kolder, der sein Team nach einem Querpass von Angelo de Capua mit dem 2:2 zum Jubeln brachte (57.). Im Anschluss war die Partie heiß umkämpft, doch es blieb beim Unentschieden, das letztlich so auch in Ordnung ging. Beide Teams rutschten durch das Remis jedoch in der Tabelle ab. Benningen ist nun Fünfter, der AKV Sechster. TSV 1899 Benningen:
Rohland – Schreckenberger, Rewitzer, Schnalke (84. Lauer), Kaynar (64. Moser) – de Capua, Hill, Ferrara, Kolder – Djurdjevic, Flamm (79. Marquardt).

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