Benningen/Fußball Der TSV steht weiter unter Druck

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Steffen Widmaier ist wieder zurück im Kader. Foto: Archiv (avanti)

Benningen - Lange, genauer gesagt ganze neun Spieltage, haben die Bezirksliga-Fußballer des TSV 1899 Benningen auf ihren zweiten Saisonsieg warten müssen. Am vergangenen Sonntag war es dann endlich soweit. Mit 3:2 schlug das Team von Trainer Ulli Stiegler auf eigenem Platz Tabellenschlusslicht TSV Grünbühl. Das letzte Mal einen Dreier bejubeln konnten die Benninger davor am 27. August, beim 3:1-Erfolg gegen den TSV Merklingen. „Wir sind gottfroh, dass es endlich wieder geklappt hat. Die Erleichterung hat man wirklich gespürt“, sagt Stiegler, der aber weiß: „Der Sieg ist gar nichts wert, wenn wir jetzt nicht nachlegen.“ Denn mit der SGM Riexingen gastiert an diesem Sonntag um 14.30 Uhr zum Kirbe-Spiel gleich das nächste Kellerkind in Benningen. Die Riexinger stehen aktuell auf Rang 13 und haben vier Punkte mehr auf dem Konto als der TSV 1899 Benningen. „Wir müssen gewinnen, um den Anschluss zu halten“, macht Stiegler klar.

Er weiß, dass er dem Team damit Druck macht. Aber: „Den Druck haben wir uns selbst erspielt, jetzt müssen wir damit auch umgehen“, sagt der Coach, der ob des Kirbesonntags auf eine stattliche Kulisse hofft und darauf, dass diese dann noch einmal einen Leistungsschub bringt. „Wir brauchen uns definitiv nicht zu verstecken, denn das Potenzial ist vorhanden in der Mannschaft. Aber wir müssen schauen, dass wir vorne konsequenter unsere Chancen nutzen und hinten in der Abwehr stabilder stehen. Denn zwei Gegentore wie vergangene Woche dürfen wir nicht zulassen. Drei schießt man im Gegenzug nämlich nicht immer“, sagt der Coach. Er weiß auch: „Eine defensive Ordnung ist wichtig, da sie mit Benjamin Langhans einen guten Stürmer haben, der stets gefährlich ist.“

Ansonsten trete Riexingen als Kollektiv auf. „Da läuft einer für den anderen. Da muss man wirklich dagegenhalten, damit sie nicht ins Rollen kommen“, warnt Ulli Stiegler, der personell wieder mehr Alternativen als zuletzt hat.

Denn: Neben Steffen Widmaier, der zuletzt urlaubsbedingt fehlte, kehrt auch Stürmer Patrick Flamm nach einer Mandelentzündung wieder zurück ins Team. „Ansonsten dürften alle an Bord sein. Wir hatten in dieser Woche zwar den ein oder anderen Spieler mit einer Blessur – Felix Marquardt oder Marvin Heim etwa –, aber keiner hat etwas Gravierendes. Wir schauen im Abschlusstraining, wie es bei allen aussieht“, erklärt der Benninger Coach, der dann einfach nur „auf einen guten Tag hofft“. Schließlich wäre ein Sieg am Kirbe-Wochenende doppelt schön – nicht nur, weil die Partie quasi einem Sechs-Punkte-Spiel gleicht, sondern auch, weil es sich mit einem Erfolg im Rücken gleich viel besser zusammen feiern lässt.

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