Benningen Eine kleine Linderung der Benninger Parkplatznot

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Ein leidiges Thema bleibt das Parkdeck am Bahnhof. Foto: Werner Kuhnle

Benningen - Kaum ein Thema beschäftige die Verwaltung mehr als die alltägliche Parkplatznot. „Wir bekommen fünf bis sechs Anrufe am Tag, dazu noch etliche E-Mails“, berichtete die Leiterin des Ordnungsamtes Verena Wilhelm am Montag dem Gemeinderat. Die Zahl der Beschwerden hat zugenommen, seit stärker kontrolliert werde. Im Zug der neuen Parkkonzeption rund um den Bahnhof will man die Parkzeit auf zwei Stunden begrenzen und für die Anwohner Berechtigungsausweise für längeres Parken ausgeben (wir berichteten). Nach einem Gespräch mit dem Landratsamt müsse allerdings noch geklärt werden, ob die Gemeinde solche Ausweise überhaupt ausstellen darf.

Ein leidiges Thema bleibt das Parkdeck am Bahnhof, dessen Kapazität erschöpft ist. Die 98 Stellplätze sind in der Regel bereits morgens um 7.30 Uhr belegt. Der Vertrag mit der Bahn läuft Ende 2020 aus. Eine umfangreiche Sanierung würde 500 000 Euro kosten. Pläne für eine Erweiterung oder gar einen Neubau existieren ebenfalls. Man verhandle bereits mit Zuschussgebern. Kurzfristig ist jedenfalls nicht mit zusätzlichen Parkflächen zu rechnen. Deshalb komme es jetzt vor allem darauf an, die Sicherheit im Parkdeck zu gewährleisten.

Aber nicht nur in Bahnhofsnähe sind Parkplätze knapp. Auch rund um die Kelter und am Dengelberg sind Besucher von Veranstaltungen und die Anwohner regelmäßig auf der Suche nach Lücken. „Wenn ich dort vorbeifahre, sind eigentlich immer alle Parkplätze belegt“, hat Bürgermeister Klaus Warthon schon festgestellt. Viele Anwohner hätten keine Möglichkeit, ihr Auto am Dengelberg oder in der Ludwigsburger Straße abzustellen, da fast alle Stellplätze zeitlich beschränkt sind. „Die Anwohner parken meist an der Kelter“, berichtete Gabriele Kölbl-Schmid (FWV). Bei Veranstaltungen sei es umso schwieriger, einen Parkplatz zu finden. Ärgerlich seien auch Lieferwagen, die oft wochenlang parken. „Das müsste stärker kontrolliert werden.“

Lediglich im oberen Bereich bei der Grundschule gebe es fünf unbefristete Stellplätze. Um den Anwohnern das Parken im unteren Bereich zu erleichtern, wird jetzt für die fünf Stellplätze an der Ludwigsburger Straße vor dem Heimatmuseum die Zeitbegrenzung ebenfalls aufgehoben. Am Dengelberg wolle man die Beschränkung wegen des Einzelhandels hingegen beibehalten, damit Kunden immer wieder einen freien Stellplatz finden.

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