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BeilsteinWeinbergfest hat nichts an Attraktivität verloren

Wolfgang Seybold, vom 22.07.2012 18:07 Uhr
Das Weinbergfest lockt die Massen an. Foto: Werner Kuhnle
Das Weinbergfest lockt die Massen an.Foto: Werner Kuhnle

Beilstein - Das Beilsteiner Weinbergfest hat auch bei seiner 39. Ausgabe nichts an Attraktivität verloren. Auf dem Gelände unterhalb der Burg treffen sich an vier Tagen die Liebhaber des Rebensaftes, der rings um die Langhansstadt gedeiht. „Das Weinbergfest ist eröffnet“, erklären am Freitagabend Beilsteins Weinprinzessin Saskia und Bürgermeister Patrick Holl. Für den Stadtchef ist der Auftritt auf der Festbühne eine Premiere, die er unter dem Beifall des zahlreichen Publikums glänzend besteht. Die Stimmungsband Gamblers sorgt am ersten Abend mit Hits und Schlagern für beste Unterhaltung.

Die Weinprobierstände sind bald von den Weingenießern dicht umlagert. Besucher aus der Partnerstadt Pontault-Combault sind auch unter den Festgästen. Sie werden, zusammen mit den Landfrauen, leckere Crepes backen. Neben vielen Sonderveranstaltungen, die sich um den Beilsteiner und Bottwartäler Wein drehen, ist die Original Unterländer Butten-Olympiade der Höhepunkt des Festgeschehens. Am Sonntagnachmittag gibt Weinprinzessin Saskia den Startschuss für den feucht fröhlichen und doch sportlich anspruchsvollen Laufwettbewerb. Bei besten äußeren Bedingungen begeben sich 41 Läufer in der Damen-, Senioren- und Herrenklasse auf die 111 Meter lange Hindernisstrecke.

Viele Zuschauer und Fans säumen die bergwärts führende Laufbahn. Inge Claus und Hermann Harst geben als Reporter an der Strecke die nötigen Informationen und kommentieren die Läufe. „Junge, gib Gas!“, ruft Harst einem der jüngeren Läufer aufmunternd zu, als der mit letzter Kraft die Leiter zum Zielbottich hochsteigt. „Jetzt kommt am Rebenbogen die Sorgfaltspflicht zum Tragen“, kommentiert Inge Claus den ungestümen Spurt eines Läufers. Dass er diese Ermahnung beherzigen sollte, merkt Kai Holzwarth erst im Ziel. Von den 50 zu transportierenden Litern Wasser kann er nur gut zwei Liter in den Zielbottich ausschütten. Ein Negativrekord. In der Frauenklasse kämpfen sieben Athletinnen um Sieg und Pokal. Die Beilsteiner Vorjahressiegerin und Favoritin Anja Walleth belegt mit 55,5 Sekunden wieder den ersten Platz. In der Seniorenklasse siegt Wilfried Rupp (77,1 Sekunden) aus Beilstein vor Friedemann Reiner (80,2 Sekunden) aus Hausen, dem Vorjahressieger. In der Seniorenklasse belegt Hugo Maier aus Hausen einen guten vierten Platz. Der 67-jährige Wengerter ist der Älteste im Teilnehmerfeld und hat bis jetzt an allen 37 Buttenwettläufen teilgenommen. „Es macht mir immernoch riesigen Spaß“, sagt der sportliche Wengerter mit triefendnassem T-Shirt.

Nach spannenden Wettläufen kann sich bei den Herren der Beilsteiner Michael Rieker (69,6 Sekunden) zum zweiten Mal in Folge als Sieger behaupten. Die Siegerehrung wird von der Beilsteiner Weinprinzessin Saskia vorgenommen. Eine Goldmünze, den geschnitzten Wanderpokal und edle Beilsteiner Weine erhalten die Erstplatzierten als Siegespreis. Mit der Coverband Purple Sun, vielen Gesprächen beim Wein und einem Brillantfeuerwerk geht der ereignisreiche Festsonntag unterhalb der Burg Hohenbeilstein dann zu Ende.

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