Beilstein Verdacht auf Veruntreuung erhärtet sich

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Im Beilsteiner Rathaus ist es wohl zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Foto: Archiv (Kuhnle)

Gleich zu Beginn der Gemeinderatssitzung Ende Oktober ließ der Bürgermeister Patrick Holl eine Bombe platzen. Der Schultes gab bekannt, dass eine ehemalige Mitarbeiterin im Rathaus vermutlich Geld veruntreut habe. Die Frau habe wohl rund 13 000 Euro beiseitegeschafft (wir berichteten). Die Stadt habe Strafanzeige gestellt und warte nun ab, was die Polizei herausfindet. Die Ordnungshüter haben sich mittlerweile auch schon mit der Angelegenheit beschäftigt. Und nach derzeitigem Ermittlungsstand sei es offenbar wirklich so, dass die Stadt mit ihrem Verdacht richtig lag und die Frau rund 13 000 Euro veruntreut habe, sagt Rainer Köller, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn, „Sie ist dringend tatverdächtig“, erklärt er. Wie Patrick Holl auf Nachfrage ergänzt, habe sich inzwischen auch die Staatsanwaltschaft der Sache angenommen.

Bedeckt hält sich der Bürgermeister allerdings noch in der Frage, nach welchem Strickmuster es der ehemaligen Mitarbeiterin gelingen konnte, den Betrag abzuzweigen. Diese Zurückhaltung rühre aber keineswegs daher, irgendetwas unter den Teppich kehren zu wollen, betont Patrick Holl. Man wolle nur die laufenden Ermittlungen nicht gefährden. Sobald man mit dieser Information an die Öffentlichkeit gehen kann, werde man es auch tun, versichert er. „Wir wollen offen damit umgehen. Es handelt sich immerhin um Steuergelder“, sagt Patrick Holl. Zudem fehle der Betrag ja nun in der Kasse.

Das Vergehen ist auf dem Rathaus zu einem Zeitpunkt aufgefallen, als die tatverdächtige Mitarbeiterin schon nicht mehr im Einwohnermeldeamt von Beilstein tätig war. „Davor hatten wir keine Anhaltspunkte für eine Veruntreuung“, sagt Patrick Holl. Erst im Zuge des Personal-Wechsels auf der Stelle seien die Unregelmäßigkeiten registriert worden. Daraufhin sei man der Sache intern auf den Grund gegangen. Als genügend Anhaltspunkte für einen Anfangsverdacht zusammengekommen waren, habe man Anzeige erstattet, sagt Patrick Holl.

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