Beilstein/Handball Pausenansprache zeigt Wirkung

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Michelle Wunschik (rechts) hat drei Treffer zum Sieg beigetragen. Foto: avanti

Beilstein - Einen erfolgreichen Start in die Rückrunde haben die Württembergliga-Handballerinnen der SG Schozach- Bottwartal hingelegt. Beim 29:20 (12:11) gegen den TSV Nordheim tat sich das Team von Michael Stettner in der ersten Halbzeit zunächst jedoch schwer. „Aufgrund der verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfälle mehrerer wichtiger Stammspielerinnen war die Vorbereitung schwierig. Teilweise konnten nur sehr wenige Spielerinnen am Training teilnehmen“, betonte Stettner. Dennoch hatte sich die SG als Spitzenreiter das Ziel gesetzt, die Begegnung von Beginn an zu bestimmen.

In der ersten Halbzeit klappte das nur teilweise. Der TSV Nordheim – im Mittelfeld der Tabelle platziert – war in den ersten 30 Minuten ein Gegner auf Augenhöhe. Mehrfach waren die Gäste nach Tempogegenstößen erfolgreich. Auf der anderen Seite scheiterte die SG wiederholt am Pfosten oder an der Latte. Mit zwei sehenswert herausgespielten Treffern sorgten Theresa Müller (24.) und Janina Spieth (25.) beim 11:9 für die erste Zwei-Tore-Führung des Favoriten. Binnen 45 Sekunden glich Nordheim jedoch wieder zum 11:11 aus, ehe Spieth kurz vor der Pausensirene den 12:11-Halbzeitstand erzielte. „In der Kabine gab es einiges zu besprechen. Die Körpersprache meiner Mannschaft hat mir in der ersten Halbzeit nicht gefallen“, sagte Michael Stettner nach Spielende.

Die Pausenansprache des Trainers zeigte offenbar Wirkung, denn nach dem Wiederanpfiff erhöhten die Gastgeber in der Beilsteiner Langhanshalle den Druck auf den Gegner. Nach Tempogegenstößen waren unter anderem Michelle Wunschik und Sina Klenk erfolgreich. Und in der Defensive ließ das Stettner-Team fast nichts zu. Jasmin Szota parierte in der 36. Minute zudem einen Siebenmeter. Beim zwischenzeitlichen 21:14 durch Klenk in der 42. Minute war der Tabellenführer auf sieben Tore davongezogen. Diesen Vorsprung verteidigte die SG souverän, auch, weil Alisa Berger und Isabel Mangold in der zweiten Halbzeit insgesamt sechs Siebenmeter sicher verwandelten.

Die Gäste versuchten zwar weiterhin, den Anschluss zu halten, doch gab es gegen die Abwehrreihe der SG Schozach-Bottwartal nur selten ein Durchkommen. So war die Partie frühzeitig zugunsten der Gastgeber entschieden. Am Ende stand ein 29:20 auf der Anzeigetafel.

Mit der makellosen Bilanz von 24:0 Punkten aus zwölf Spielen steht die SG weiterhin unangefochten an der Spitze der Württembergliga-Tabelle. „Aufgrund der zweiten Halbzeit war unser Sieg auch in dieser Höhe verdient. Daran wollen wir in den nächsten Spielen anknüpfen“, so Michael Stettner, der auf die baldige Rückkehr wichtiger Stammspielerinnen hofft. Nach einem spielfreien Wochenende geht es für die SG dann am 28. Januar mit dem Heimspiel gegen die SF Schwaikheim weiter.

SG Schozach-Bottwartal:
Szota, Kraft – A. Richter, Berger (12/5), Kreh (2), Mangold (3/2), Müller (4), Klenk (2), Spieth (3), Wunschik (3), L. Richter.

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