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Beilstein/HandballHG-Zweite wehrt sich lange gegen den Favorit

Julia Spors, vom 23.12.2012 15:27 Uhr
Marco Hegendorf hat das 35:25 per Kempa-Trick erzielt. Foto: avanti
Marco Hegendorf hat das 35:25 per Kempa-Trick erzielt.Foto: avanti

Beilstein - Alles andere als ein Sieg der SG Bottwartal wäre am Samstagabend komisch gewesen. Als haushoher Favorit sind die Landesliga-Handballer in die Bezirkspokal-Partie gegen die HG Steinheim-Kleinbottwar gegangen. Zumal hinter der ersten Mannschaft im Pokal die zweite Garde steckte. Die HG hatte bereits in der ersten Pokalrunde ihre Mannschaften getauscht (wir berichteten). Die erste Mannschaft verlor beim SKV Oberstenfeld jedoch ebenfalls – die zweite wehrte sich gegen den vermeintlich übermächtigen Gegner zwar lange und voller Herzblut, verlor aber trotzdem. „Die haben ihr Handwerkszeug verstanden. Sie haben uns wirklich eine Weile Paroli geboten. Das hat mich überrascht, ich fand es aber richtig gut, denn es ist doch schöner, gefordert zu werden, anstatt vor Langeweile einzugehen“, meinte SG-Trainer Rolf Fischer.

Vor allem in der Anfangsviertelstunde glänzten die Gäste. Zuerst gingen sie mit 1:0 in Führung, ehe Markus Rossmeier ausglich, danach legten sie auch beim 5:4 (7.) noch einmal vor. Malte Barz egalisierte hier aber erneut. „In dieser Phasen haben sie wirklich gut gespielt“, lobte Beilsteins Coach Rolf Fischer. Ab dem 7:6 durch Marco Hegendorf übernahmen aber schließlich die Hausherren die Führung. Damir Marjanovic baute den Vorsprung mit zwei weiteren Treffern leicht aus (9:7), bis zur Halbzeit wuchs er schließlich auf fünf Tore an. Dennis Saur war es, der mit dem Pausenpfiff zur 18:13-Führung traf. Es war der passende Schlusspunkt unter eine gute erste Halbzeit des Rückraumakteurs, der in den ersten 30 Minuten alleine sechs Mal traf und auch sonst das Heft an sich riss. Immer wieder spielte er sich mit tollen Anspielen an den Kreis oder nach außen in den Mittelpunkt. Nach dem Wiederanpfiff knüpfte er zwar nahtlos an seine gute Leistung an, ab der 40. Minute verfolgte er das Geschehen aber dennoch von der Bank aus. „Die anderen müssen ja auch mal zum Einsatz kommen. Und wenn nicht bei solchen Spielen, wann dann?“, sagte Rolf Fischer. „Es kann ja auch mal sein, dass er ausfällt. Dann muss das Team auch ohne ihn klar kommen“, fügte der Trainer an. Dass es ohne ihn ebenso klappte, bewies die SG in den Folgeminuten. Damir Marjanovic traf nach Belieben, Marco Hegendorf zeigte nach einem schönen Zuspiel von Markus Rossmeier gar einen Kempa-Trick und die zwei eingewechselten A-Jugendlichen Leo Kircher und Daniel Bosnjak machten ihre Sache im Rückraum und am Kreis so gut, dass sie sich damit sogar die Chance erspielten, in der Rückrunde bei der ersten Mannschaft mittrainieren zu dürfen. „Wir werden wahrscheinlich versuchen, sie zu integrieren“, erklärte Fischer. Als dann in der 52. Minute auch noch Silvio Korn, der ehemalige Coach des Württembergliga-Absteigers, eingewechselt wurde und vom Kreis weg traf, kannte der Jubel in der Langhanshalle keine Grenzen mehr.

Die HG wehrte sich zwar bis zum Ende tapfer, konnte der SG aber nie ernsthaft gefährlich werden. „Ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Das war ein schöner Jahres-Abschluss“, zog Rolf Fischer nach dem 38:27 ein durchweg positives Fazit. SG Bottwartal:
Günther, Krotz – Kircher (4), Hegendorf (5), Vogel (2), Marjanovic (10/2), Rossmeier (5), Saur (9), Barz (1), Bosnjak (1), Korn (1). HG Steinheim-Kleinbottwar:
Birkner – Socke (4), Schweinle (4), Lehmann (3), Hochwimmer (4/1), Arnold (2), Handl (3), Gramlich (3), Leyrer, Klinke, König (4).

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