Beilstein/Handball Die SG macht nicht mehr als nötig

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Der siebenfache SG-Torschütze Philipp Kroll ist für die Gäste oft nicht zu verteidigen gewesen. Foto: avanti

Beilstein - Mit leichten Anlaufschwierigkeiten, am Ende aber doch souverän haben die Württembergliga-Handballer der SG Schozach-Bottwartal ihr Heimspiel gegen die HSG Schönbuch gewonnen. Nach dem 32:28 (17:13) bleibt die Mannschaft von Trainer Tobias Klisch mit nun 12:8 Punkten Tabellenvierter.

Die SG brauchte etwas, um ins Spiel zu finden. Die Gäste verschleppten das Tempo im Angriff immer wieder, trafen dann aber mehrfach bei angezeigtem Zeitspiel. „Wir haben uns da zum Teil einlullen lassen und standen dann ein paarmal allein da ohne die nötige Hilfe vom Nebenmann“, erklärte Klisch. „Zudem haben wir einige Chancen liegen lassen.“ Und so waren die Gäste in der Anfangsviertelstunde mehrfach mit ein bis zwei Toren vorn. Erst nach 18 Minuten erzielte Christian Zluhan zum 9:7 die erste Zwei-Tore-Führung für die SG.

Eine Vorentscheidung brachte dann die Phase fünfeinhalb Minuten vor bis zwei Minuten nach der Halbzeitpause. Von einem zwischenzeitlichen 13:13 setzte sich die SG Schozach-Bottwartal auf 19:13 ab. „Da haben wir es dann geschafft, das Tempo anzuziehen“, analysierte Klisch. Sein Team profitierte dabei auch von zwei Zeitstrafen, die sich die Gäste wegen Meckerns einhandelten. Vor allem Christian Zluhan nutzte dies aus, er traf in dieser Phase allein viermal und war am Ende mit elf Toren bester SG-Schütze. „Er kam nach einigen Minuten für Jonas Heilmann, der bis dahin einige unglückliche Aktionen hatte. Die beiden wechseln sich derzeit auf Linksaußen ein wenig ab, zuletzt hatte Jonas einige starke Spiele. Der Vorteil ist, dass einer von beiden derzeit immer gut drauf ist“, freute sich Tobias Klisch. Und auch im Rückraum setzte sich die individuelle Qualität der SG mehr und mehr durch, insbesondere in Person von Philipp Kroll. HSG-Trainer Thomas Dangel räumte nach der Partie ein: „Mit unseren Möglichkeiten können wir das nicht verteidigen.“

Und so war die Spannung in der zweiten Halbzeit überschaubar. Die SG machte nicht mehr als nötig, hielt den Gegner aber immer auf Distanz. „Wir haben uns in der Abwehr einige Male nicht an die Absprachen gehalten, vor allem gegen Tim Großmann“, monierte Tobias Klisch, dass der HSG-Linksaußen zu insgesamt acht Toren kam. „Das war zum Teil zu einfach, weil wir genau wussten, was da kommt.“ Am letztlich souveränen Endstand von 32:28 änderte dies nichts, dennoch war Klisch klar: „In zwei Wochen gegen den SV Fellbach müssen wir noch eine Schippe drauflegen.“

SG Schozach-Bottwartal:
Ernst, Hämmerling – Schmitz, Linder, Soteras Merz (3), Volz (1), Kroll (7), Ziegler, Rossmeier (3), Zieker (4), Saur (2), Zluhan (11/3), Heilmann, Durdevic (1).

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