Beilstein Geschäftsleute diskutieren über die Leistungsschau

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Der Bürgermeister Patrick Holl (von links) lobt das Engagement der Ehrenamtlichen: Harald Mayer, Barbara Tolnai, Ulrich Fink und Oliver Kämpf. Die beiden Kassenprüfer Tolnai und Kämpf wurden wiedergewählt. Foto: Sabine Armbruster

Beilstein - Ein zentrales Thema bei der Jahreshauptversammlung des Handels- und Gewerbevereins Beilstein war die Leistungsschau, bei der sich traditionell die Betriebe und Geschäfte der Langhansstadt präsentieren. Wie der Vorsitzende Harald Mayer am Donnerstag berichtete, habe Ilsfeld vorgeschlagen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Der Termin der Ilsfelder wäre allerdings der 30. September, während die Beilsteiner bislang den 10. Juni ins Auge gefasst hatten.

Im Laufe der Diskussion stellte sich heraus, dass die Leistungsschau, wie sie bisher war, ohnehin nicht mehr so recht gelaufen sei. Vielfach sei kritisiert worden, dass es keine Verpflegung gegeben habe. Nur den Laden aufzumachen, sei in der heutigen Zeit nicht mehr genug. Aus diesem Einwand heraus entstand die Idee, sich möglicherweise an das Feuerwehrfest im Mai anzuhängen, weil die Floriansjünger immer für gute Verpflegung sorgten. Dem widersprach jedoch zumindest für dieses Jahr Oliver Kämpf: „Die Vereine müssen längerfristig planen, meistens mit einem Jahr Vorlauf.“ Denn, auch das wurde in der Versammlung angesprochen: Fast alle Freizeitorganisationen haben Schwierigkeiten damit, Ehrenamtliche zu bekommen, die zusätzlich zu ihren normalen Verpflichtungen im Verein auch am Wochenende noch parat stehen.

Der Bürgermeister Patrick Holl, der ebenfalls an der Versammlung teilnahm, erklärte: „Es gibt einen Strukturwandel in der Gesellschaft, der zu weniger ehrenamtlichem Engagement führt.“ Deshalb sagte Harald Mayer: „Wenn wir das mit Verpflegung aufziehen, brauchen wir jemanden, der das professionell angeht.“ Am Geld sollte es nicht scheitern; die Kasse ist recht gut gefüllt, da man nur wenige Ausgaben hat. Am Ende verständigten sich die Anwesenden darauf, heuer im September einen verkaufsoffenen Sonntag anzubieten. Im nächsten Jahr soll das anders werden.

Erstmals wurde im Rahmen der Versammlung auch ein informativer Vortrag gehalten. Der Steuerberater Tobias Maaß sprach über Neuerungen beim Steuerrecht. Die Quintessenz seiner Ausführungen: „Die angepeilte Steueroptimierung ist eine Vereinfachung für die Finanzbehörden, für den Steuerpflichtigen eher nicht.“ Zudem wies Tobias Maaß darauf hin, dass man zwar nun etwas länger Zeit für seine Steuererklärung habe – bis Ende Juli statt wie bisher Ende Mai für Selbstanfertiger, bis Februar des übernächsten Jahres für Steuerberater. Dafür würden aber „die Daumenschrauben angesetzt“, was Verspätungen angehe: Pro angefangenem Monat fielen Verspätungszuschläge von 0,25 Prozent der fälligen Steuer an, mindestens jedoch 25 Euro.

Der Vortrag kam bei den Mitgliedern gut an. „Eine ungemeine Bereicherung“, lautete der Tenor. „So etwas sollten wir wiederholen“.

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