Affalterbach/Schießen „Mit etwas Glück können wir uns halten“

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Die Inderin Chandela Apurvi wird am Sonntag für den SV Affalterbach an den Schießstand gehen. Foto: Archiv (avanti)

Affalterbach - Vergangene Saison sind die Luftgewehrschützen des SV Affalterbach aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Am Sonntag ab 10 Uhr beginnt nun mit einem Heimwettkampftag die neue Saison in der 2. Bundesliga. Das Team, das dabei für die Gastgeber im Affalterbacher Schützenhaus an den Start geht, ist weitgehend neu zusammengestellt. Lediglich die Inderin Chandela Apurvi hat bereits vergangene Saison für den SVA an Position eins geschossen, zudem hatte Andreas Kohler zwei Einsätze.

Kerstin Kohler, Yvonne Schlotterbeck (beide zur SSG Brigachtal), Matthias Dierolf (SSV Leingarten) und Britta Weil (Göppingen) verließen den Verein, Lars Walker hat seine Karriere beendet. „Leider haben die Schützen mir ihre Wechsel zum Teil erst im Juli mitgeteilt. Das hat uns vor gewaltige Probleme gestellt“, erklärtSVA-Trainer Knut Boettig. „Denn die Wechselfrist war schon rum, wir hatten keine Chance mehr, Ersatz zu verpflichten. Daher haben wir uns entschieden, die zweite Mannschaft aus der Württembergliga abzumelden. Mit etwas Glück können wir uns mit der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga halten.“

Die Spitzenposition wird sich Chandela Apurvi mit ihrer Landsfrau Pooja Ghatkar und SVA-Dauerbrenner Gagan Narang teilen. „Die drei sprechen untereinander ab, wer gerade Zeit hat zwischen den Einzelwettkämpfen“, sagt Knut Boettig. Hinter Andreas Kohler wäre eigentlich noch Loraina Adelhelm, die unter ihrem Mädchennamen Schaible bereits seit Jahren zumindest zum erweiterten Kader gehört, im Team. „Aber sie ist schwanger und kann deshalb nicht schießen“, berichtet Boettig, weshalb auf den Positionen drei bis fünf nun Schützen antreten, die eigentlich für die Württembergliga vorgesehen waren.

Zwei davon sind noch sehr jung. Da wäre zum einen der erst 17-jährige Colin Fix, den Knut Boettig im Leistungszentrum in Pforzheim trainiert. Sogar noch ein Jahr jünger ist Jasmin Maifeld. Gehoben wird der Altersschnitt der Mannschaft dagegen durch Frank Jekel, der am Sonntag an Position fünf antreten wird. „Er ist 51 Jahre alt“, weiß Knut Boettig.

Dem Trainer ist vollkommen klar, dass es mit dieser Mannschaft „nur um den Klassenerhalt gehen kann, mehr darf man von diesen Schützen nicht erwarten. Denn sie haben ja noch keine Erfahrung in der Bundesliga.“ In der Vorbereitung gab es zwar gute Ergebnisse, „aber der Wettkampf ist immer etwas anderes“.

Zum Auftakt geht es am Sonntag um 10 Uhr gegen den SV Wiesensteig. Hier sieht Knut Boettig die Chancen 50:50. Gegen den KKS Königsbach II ab 15.30 Uhr schätzt der Trainer die Lage mit 30:70 etwas pessimistischer ein.

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