Affalterbach/Basketball Sportliche Höhenflüge und entspanntes Flair

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In drei Kategorien haben die Sportler um die Siege gekämpft. Foto: avanti

Affalterbach - Die Bässe wummern am Samstagmittag schon vor der Affalterbacher Herbert-Müller-Halle. Die Stimmung ist ausgelassen, ein kleines Planschbecken steht zur Erfrischung für die kleinsten Besucher bereit, die großen sitzen auf Bierbänken und werfen immer wieder einen Blick zu den zwei aufgestellten Basketball-Körben hinüber. Den ganzen Mittag über findet dort schon die Qualifikation für den Dreier-Contest statt. Zehn Versuche hat jeder Spieler. Dabei soll er den Ball so oft wie möglich im Korb versenken. Später, in der Halle, dürfen die Besten von ihnen ihr Können dann erneut unter Beweis stellen. Dann aber aus allen möglichen Winkeln. Dieser Contest sowie der Dunking Contest, bei dem spektakuläre Sprünge gefragt sind, sind eher etwas für die Zuschauer. „Da wird einem was geboten. Für die Sportler ist das Turnier wichtiger“, verrät Benjamin Ehret vom Veranstaltungsteam. Und dieses läuft bereits seit dem Vormittag. In drei Kategorien – der Hobby-, der Semi- und der Profi-Klasse – messen sich die Teams dabei.

Bei den Profis zeichnet sich schon kurz vor Ende der Gruppenphase ab: Der Titelverteidiger hat erneut gute Karten auf den Sieg. Denn: Das Team „Between the legs“ aus Pfullingen hat bereits drei seiner vier Gruppenspiele gewonnen, kurz darauf folgt dann auch noch das vierte. Heißt: Die Halbfinalteilnahme ist gesichert. Nach den Pfullingern ziehen schließlich noch „Reds Grasshoppers“ und „Jabalya“ aus Heilbronn sowie „LeClash“ – ein Stuttgarter Team mit einigen Marbachern in den Reihen – , in die Endphase ein. Für die Lokalmatadoren „LeClash“ ist hier dann aber Endstation. Sie müssen sich nach zehn Minuten mit 6:12 gegen „Between the legs“ geschlagen treffen. Im zweiten Halbfinale stehen sich die beiden Heilbronner Mannschaften gegenüber, die „Reds Grasshoppers“ schlagen „Jabalya“ dabei klar mit 15:7. So kommt es zum Duell zwischen „Between the legs“ und „Reds Grasshoppers“, das der Vorjahressieger am Ende mit 9:4 für sich entscheidet. Das „grenzenloseste Team“, wie die Veranstalter die Pfullinger Mannschaft betiteln, hat damit gewonnen.

Jedes Team hat im Übrigen einen Beisatz. Große Blätter mit den Namen aller Teams und deren Beisatz hängen am Eingang der Herbert-Müller-Halle und entlocken damit jedem Besucher erstmal ein Lächeln. Da gibt es das „coole Team“, das „kostbarste“, das „schärfste“, das „unnachahmlichste“, das „auffälligste oder aber das „musterhaftestes“ Team der Welt. Das „auffälligste Team der Welt“, auch genannt „StonedOld Playaz“ ist es, das das Semi-Turnier gewinnt. Sie waren im Vorfeld ebenso wie die „bamberger Hörnla“ als Favorit ins Rennen gegangen und wurden dieser Rolle dann auch gerecht. Beide Teams standen sich am Ende im Finale gegenüber. Mit 6:11 mussten sich die „bamberger Hörnla“ dort dann aber geschlagen geben. Auf Platz drei landete „Draussen gibts Freibier“. Die Semi-Konkurrenz war im Übrigen die am besten gebuchte Konkurrenz. Zwölf Teams spielten hier den Sieg untereinander aus.

In der Hobby-Klasse setzte sich das Team „aber warum“ durch vor „Ramrod 2“ und „OldnLazy“. Das eigene Team aus Affalterbach schaffte es in der Hobbyklasse nicht in die Endrunde, und auch in der Semi-Klasse ging man leer aus. „Aber das ist okay. Wir wollen ja nicht unser eigenes Turnier gewinnen. Das wäre irgendwie komisch“, meinte Benjamin Ehret.

Insgesamt konnte das Drop-it-in-Team Mannschaften von Berlin bis hin zum Bodensee begrüßen. Rund 70 bis 80 Prozent von ihnen seien Wiederholungstäter, berichtet Ehret. Alleine diese Quote spricht für das Flair, das beim Turnier herrscht. Der Spaß steht im Vordergrund, verbissen ist hier keiner. Dennoch kann sich die spielerische Qualität sehen lassen – ebenso wie die Musik. Ein DJ in der Halle sorgt direkt neben den Feldern für die passende Umrahmung und die wummernden Bässe.

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